Verbrauchern droht ein Kakao-Monopoly
2009-12-07 16:39
Spekulationen an den Börsen treiben Kakaopreise in die Höhe - Schokoladenpreise nicht absehbar
Der Preis für den Rohstoff Kakao von derzeit umgerechnet fast 2.200 € je Tonne befindet sich zurzeit auf dem höchsten Niveau seit 1977. Die Gründe dafür liegen zwar auch in Ernteschwankungen der letzten Jahre. Einen deutlich stärkeren Anteil daran hat eine von Spekulationen getriebene Entwicklung, die nun auch die Rohstoffmärkte erfasst hat. Die Schokoladenpreise sind daher nicht mehr absehbar.
Der Kakaopreis erreichte im Jahre 2009 ungeahnte Höhen. Er ist auf den Warenterminbörsen in New York und London auf fast bis zu 2.200 €/t gestiegen. Schuld ist eine Verlagerung des Börsengeschäftes auf Rohstoffzertifikate. Spekulanten, Banken und Fonds glauben z.Zt. auf den Rohstoffmärkten deutlich höhere Gewinne erzielen zu können als mit anderen Investments. Das niedrige Zinsniveau trägt mit dazu bei, dass auch deutsche Banken am Spekulationskarussell teilnehmen und ihren Anlegern bessere Renditen auf den Rohstoff-Märkten versprechen. Hier werden Produkte wie Rohöl, Gold und Kupfer gleichermaßen gehandelt wie Weizen, Mais, Reis, Kaffee und auch Kakao. Dass Lebensmittel-Rohstoffe zunehmend Ziel von Börsenspekulationen sind hat auch Papst Benedikt XVI. verurteilt. Bei der Welternährungskonferenz kritisierte er in einem eindringlichen Appell an die Weltgemeinschaft die Gleichsetzung von Nahrungsmitteln mit anderen Waren und die damit verbundene spekulativen Profitsucht scharf.
„Der Kakaopreis ist dieses Jahr geradezu in die Höhe geschnellt, und das ist eine besorgniserregende Entwicklung", meint Dr. Torben Erbrath, Geschäftsführer der Fachsparte Schokolade im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). „Der Preis für Schokoladenprodukte blieb dagegen auf nahezu gleichem Niveau. Die Verbraucher profitieren derzeit noch vom Preiskampf im deutschen Einzelhandel und die dadurch weiterhin günstigen Preise für Schokolade. Folglich hat der durch Marktspekulationen beeinflusste hohe Kakaopreis für die Verbraucher noch keine erkennbaren Auswirkungen. Ob dies so bleibt, ist angesichts der spekulativ getriebenen Höchstpreise für Kakao aber nicht absehbar”, so Dr. Erbrath.
Nach Einschätzung von Finanzexperten soll der Rohkakaopreis trotz guter Ernte hoch bleiben. Und das hat nichts mehr mit herkömmlichen Marktmechanismen zu tun: Die Kakao- und Schokoladenindustrie war bislang geprägt vom Markt regulierenden Wechselspiel von Angebot und Nachfrage. Das Angebot ist derzeit hoch, die Nachfrage ließ in diesem Jahr nach. Neuen Schätzungen zufolge wird die Ernte im Hauptanbauland Elfenbeinküste auf bis zu 1,4 Mio. t steigen, nach 1,2 Mio. t. im Erntejahr 08/09. Die Kakaovermahlung ging hingegen in den ersten drei Quartalen 2009 zurück, in Europa um 7,9 %, in Deutschland um 9,1 %. Wird der Rohkakaopreis nun willkürlich von Investoren und Spekulanten in die Höhe getrieben, dann nähern wir uns Verhältnissen, wie wir sie bereits bei Rohöl, Gold, Mais und Getreide kennen. Es bleibt dann zu befürchten, dass sich die Verbraucher auf deutlich größere Preisschwankungen bei Schokoladenerzeugnissen einstellen müssen.
„Hat die Schokolade es aber verdient, dass ihr das gleiche Schicksal droht wie z.B. Rohöl- und dem Benzin-Preis? Schokolade zum Tagespreis – heute rauf, morgen runter? Hier wird Monopoly mit Lebensmittel-Rohstoffen gespielt. Den Verbrauchern wird dafür jedes Verständnis fehlen”, meint Dr. Erbrath.
Zum Temperieren von Schokolade ein Thermometer benutzen
2009-11-27 09:13
Hamburg(ddp) Bei der Verarbeitung von Kuvertüre kann man etliche Fehler machen, die Pralinen, Schokoguss und selbsthergestellte Schokoladentafeln nachher schlecht aussehen lassen: "Ohne das sogenannte Temperieren - oder wenn man es falsch macht - entstehen nicht die gewünschten Kristallformen in der Kakaobutter", weiß Kay-Henner Menge, Autor des Buches "Schokoladentafeln selbst gemacht". Das könne sich auf Aussehen, Geschmack und Konsistenz der Schokolade auswirken. "Wenn die Schokolade nach dem Abkühlen graufleckig, glanzlos oder krümelig im Bruch ist, dann ist sie beim Temperieren zu heiß geworden", informiert der Experte. Graue Streifen seien ein Zeichen für zu kaltes Temperieren oder dafür, dass beim Abkühlen der Schokolade nicht genug gerührt worden sei. Zur Schokoladenverarbeitung brauche man daher unbedingt ein Thermometer. "Beim Schmelzen dürfen Bitter-, Vollmilch und weiße Kuvertüre nicht über 45 Grad erhitzt werden", informiert der Experte. Nach dem Schmelzen folge das Abkühlen und erneute Erhitzen der Schokolade (Temperieren). "Bitterkuvertüre sollte auf 28 bis 30 Grad abgekühlt werden, Vollmilchkuvertüre auf 27 bis 28, weiße auf 26 bis 27 Grad", sagt Menge. Beim erneuten Erwärmen dürfe die bittere Variante nicht heißer werden als 31 bis 32 Grad, die Vollmilch benötige eine Temperatur zwischen 29 bis 30 Grad, die weiße Schokolade fühle sich bei 28 oder 29 Grad wohl.
Neuer Internetauftritt des Infozentrum Schokolade
2009-06-05 00:00
Seit Juni 2009 steht die neue Internetpräsenz des Infozentrum Schokolade im Netz und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Wir laden Sie ein, immer wieder einmal hier vorbeizuschauen.
Spendenübergabe an die Weimarer Mal- und Zeichenschule e.V. durch den BDSI
2009-06-05 00:00
Anlässlich der diesjährigen Mitgliederhauptversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) am 5. Juni 2009 haben die Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie die Weimarer Mal- und Zeichenschule e.V. mit einer bunten Vielfalt von Süßigkeiten aller Art beglückt. Die Spendenübergabe fand am 4. Juni um 15.30 Uhr in der Weimarer Mal- und Zeichenschule, Seifengasse 16, 99423 Weimar statt.
Bei der Übergabe der Spende waren dabei: Für die bedachte Schule die Schulleiterin Dana Fürnberg und Susanne Fischer, für die Stadt Weimar Oberbürgermeister Stefan Wolf und für den BDSI der Vorsitzende der Landesgruppe Ost Dr. Michael Heinemann, WHG Weißenfelser Handels-Gesellschaft mbH.
Die Mal- und Zeichenschule sieht ihre Aufgabe darin, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten zu erschließen, Kreativität zu wecken, die ganz persönlichen Neigungen, Temperamente und Begabungen der Malschüler herauszufinden und jeden einzelnen auf seinem subjektiven Weg vorsichtig beratend zu begleiten. Die dabei gemachten Erfahrungen schaffen die Voraussetzungen für das Hineinwachsen in und die Teilhabe an der Kultur unserer Gesellschaft. Die Malschule ist ein Ort der Kreativität und Geborgenheit, ein Ausgleich zur Schule, ein Ort, an dem Entwicklungen gefördert und Persönlichkeiten gebildet werden.
Derzeit bietet die Weimarer Mal- und Zeichenschule e.V. pro Semester ca. 35 Kurse an, wobei der jüngste der Kursanten fünf Jahre alt ist und der älteste über 80. Die Angebotspalette reicht von Malerei, Zeichnen, Keramik und Druckgraphik bis hin zu Fotografie, Computergestaltung und experimentellen Techniken. Über 800 Kursteilnehmer nahmen an den Angeboten im vergangenen Jahr teil. Die Tendenz ist seit 1991 stetig steigend.
Schokolade bleibt ein erschwinglicher Genuss
2009-01-27 08:22
Der Inlandsabsatz von Schokolade und Schokoladewaren ist im Jahr 2008 nach Schätzungen des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) leicht um etwa 1% angestiegen. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um gut 7%, Auslöser hierfür waren höhere Rohstoffpreise. Schokolade und Süßwaren erwiesen sich in schwierigem konjunkturellem Umfeld erneut als stabilisierender Faktor.
Wieder einmal war es der Export, der dem Produktionsvolumen der rund 90 industriellen Hersteller von Schokolade und Schokoladewaren deutliche Impulse verlieh. So stiegen die Ausfuhren um knapp 6% auf insgesamt 438.000 t. Der Exportwert in diesem Segment erhöhte sich um gut 14% auf 1,93 Mrd. Euro. Wenn auch mehr als 80% der Schokoladenexporte mit den Partnerländern der Europäischen Union abgewickelt wurden, so konnten doch die Ausfuhren in die sog. Drittländer überproportional gesteigert werden, wobei Russland, die USA, die Schweiz und Australien zu den Hauptabnehmerländern zählten.
Nachdem bereits zur Jahreswende 2007/2008 wegen der extremen Entwicklung bei diversen Rohstoffen Preisanhebungen für viele Firmen unumgänglich waren, trat im Verlauf des Jahres bei einigen Rohstoffen eine Beruhigung ein. Allerdings hat sich die Entwicklung beim Hauptrohstoff Kakao aufgrund einer unerwartet schlechten Ernte in Westafrika verschärft, sodass zum Jahreswechsel 2008/2009 die Preise für Kakao und Kakaohalberzeugnisse deutlich um 25% über denen des Vorjahres lagen.
Die Produktion von Kakao- und Schokoladehalberzeugnissen verharrte im abgelaufenen Jahr bei 440.000 t. Der Produktionswert erhöhte sich hier aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise auf 946 Mio. Euro (+ 12%). Traditionell bewegt sich der Außenhandel von Kakao- und Schokoladenhalberzeugnissen auf sehr hohem Niveau: Nach Schätzungen des BDSI dürften sich die Importe dieser Produktgruppe auf dem Vorjahresniveau von 290.000 t bewegen, während gleichzeitig 250.000 t Halberzeugnisse exportiert wurden. Die Exportquote in diesem Bereich liegt über 55%. Die Kakao- und Schokoladenindustrie in Deutschland hat im Jahr 2008 insgesamt mehr als 380.000 t Rohkakao verarbeitet, also ein leichter Rückgang von 2,9% gegenüber dem Vorjahr.
In einer Zeit, da die Prognosen der Wirtschaftsforscher keinen Anlass zu Optimismus geben, fällt es auch der Schokoladenindustrie schwer die zukünftige Entwicklung einzuschätzen - dies gilt sowohl im Hinblick auf den Schokoladenabsatz als auch für die Kostenentwicklung. Überzeugen kann und wird die Branche weiterhin mit einem äußerst differenzierten Angebot an qualitativ hochwertigen Schokoladenerzeugnissen, die den Verbraucher zu jedem Anlass erfreuen und ihm auch in wirtschaftlich trüben Zeiten den gewünschten Genuss bereiten.
Bilder der Saison
2008-06-02 21:07
Die beliebten Schoko-Osterhasen werden – wie alle Hohlfiguren – zumeist aus Milchschokolade mit einem hohen Kakaobutteranteil hersgestellt. Dadurch bekommt die Schokoladenmasse das richtige Gießverhalten und die fertigen Langohren ihren zarten Schmelz.
Produktion von Kakao- und Schokoladenhalberzeugnissen leicht über Vorjahr
2008-06-02 19:53
Um gut 4.000 t konnte die Produktion von Kakao- und Schokoladenhalberzeugnissen im Jahr 2005 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes gesteigert werden. Insgesamt belief sich die Halberzeugnisproduktion auf 367.591 t.; dies entspricht einem Plus von 1 % gegenüber dem Vorjahresergebnis. Der Produktionswert lag mit 710,25 Mio. € um 6 % unter dem Vorjahresergebnis. Anzumerken ist bei diesen Zahlen, dass einige statistische Meldepositionen bei Schokoladenmasse unter Geheimhaltung liegen und damit nicht in diesen Zahlen enthalten sind. Leicht rückläufig war im vergangenen Jahr die Produktion von kakaohaltigen Lebensmittelzubereitungen, wie kakaohaltigen Brotaufstrichen und Zubereitungen zur Herstellung von Getränken. Diese beiden Positionen erreichen eine Gesamtproduktion von 216.205 t (- 1,9 %), während der Produktionswert um 1,2 % auf 508,54 Mio. € stieg.
Dem Außenhandel im Bereich Kakao- und Schokoladenhalberzeugnisse kommt traditionell eine große Bedeutung zu. Im Jahr 2005 gingen die Halberzeugnisimporte jedoch deutlich um 45.000 t auf 214.500 t (- 17,3 %) zurück. Die Einfuhren kommen überwiegend aus den europäischen Nachbarländern, wobei die Niederlande mit deutlichem Abstand an der Spitze stehen. Sie zeichnen für 58 % der Gesamtimporte im Bereich Kakaohalberzeugnisse verantwortlich. Die Hälfte der nach Deutschland importierten Kakaobutter stammt aus unserem westlichen Nachbarland. Wertmäßig erreichten die gesamten Halbfabrikateimporte gut 508 Mio. €, das sind - 13,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Importen aus den sog. Drittländern stehen die Schweiz, Ghana und Malaysia an der Spitze.
Die Ausfuhren von Kakao- und Schokoladenhalberzeugnissen stiegen im vergangenen Jahr um rund 9.500 t zurück auf insgesamt 179.804 t; dies entspricht einer Zunahme um 5,5 %. Während die Ausfuhren in die Partnerländer der Europäischen Gemeinschaft – allen voran Frankreich – deutlich rückläufig waren (- 2,3 %), stiegen die Exporte in die sog. Drittländer deutlich um fast 45 % an und erreichten insgesamt 41.141 t. An der Spitze dieser Abnehmerländer steht Russland, gefolgt von den USA und der Schweiz. Doch auch Länder wie die Ukraine und Rumänien konnten deutliche Zuwächse erzielen und zeugen von einer dort deutlich wachsenden Schokoladenproduktion.
Die 14 in Deutschland von der Bohne aus arbeitenden Firmen haben im abgelaufenen Jahr insgesamt 248.525 t Kakaobohnen vermahlen. Rechnet man die Nettoimporte von Kakaobutter, -pulver und -masse unter Inanspruchnahme der international üblichen Umrechnungsfaktoren der ICCO hinzu, so hat die deutsche Kakao- und Schokoladenindustrie ein Bohnenäquivalent von insgesamt 362.757 t verarbeitet; dies entspricht etwa 12 % der Welternte. Die deutliche Zunahme der Kakaovermahlung um fast 10 % lässt die Branche verständlicherweise sorgenvoll auf die Entwicklung in den wichtigsten Kakaolieferländern werfen. Mit einem Anteil von gut 60 % zählt die Elfenbeinküste zum wichtigsten Kakaolieferanten Deutschlands. Doch auch die anderen westafrikanischen Länder Ghana, Nigeria und Togo sind bedeutende Lieferanten für die deutsche Kakao- und Schokoladenindustrie. Zunehmende Bedeutung gewinnen die Hersteller von fine and flavour cocoa, z.B. aus Ecuador, Guinea, Madagaskar, Java und anderen Regionen. Die Verantwortung für eine nachhaltige Kakaowirtschaft in den jeweiligen Anbauländern muss vorrangiges Ziel aller in der Kakaowirtschaft tätigen Wirtschaftskreise sein.
Leichte Zuwächse bei der Schokoladenproduktion
2008-06-02 19:51
Das für Lebensmittel und auch für die Süßwarenwirtschaft insgesamt recht schwierige Jahr 2005 ging auch an der Schokoladenindustrie nicht spurlos vorüber. Dennoch kann dieser größte Bereich der deutschen Süßwarenindustrie immerhin mit leichten Zuwächsen in der Produktion aufwarten. Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes nahm die Produktion von industriell hergestellten Schokoladen und Schokoladewaren um rund 4.000 t auf 859.666 t zu. Mit diesem zwar nur bescheidenen Ergebnis von + 0,5 % können die gut 80 industriellen Hersteller angesichts des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes zufrieden sein. Der Produktionswert nahm um 2,3 % oder 100 Mio. € auf 4,409 Mrd. € zu. Wirft man einen Blick auf die Entwicklung in den einzelnen Produktsegmenten, so zeigt sich, dass aufgrund von statistischen Zuordnungen bzw. Meldeänderungen der produzierenden Firmen es zu Verschiebungen bei gefüllten Tafeln und Riegeln sowie bei Pralinen gekommen ist. Insgesamt ist jedoch festzustellen, dass gefüllte Schokoladenerzeugnisse aller Art Zuwächse verbuchen konnten.
Deutliche Veränderungen weist die Statistik im Bereich des Außenhandels aus. Die Einfuhren gingen um rund 48.000 t oder gut 21 % auf 180.793 t zurück. Zugleich reduzierten sich auch die Ausfuhren um 41.000 t oder 11,8 % auf insgesamt 302.807 t. Diese Verschiebungen, die sich vorwiegend mit unserem Haupthandelspartner Frankreich abspielten, sind mit größter Wahrscheinlichkeit auf Änderungen im Intercompany Exchange zurückzuführen.
Insgesamt kommen rund 90 % der Einfuhren an Schokoladewaren aus den Partnerländern der Europäischen Union. An der Spitze stehen hierbei Belgien, Niederlande, Frankreich und Österreich. Von den 10 %, die aus den sog. Drittländern kommen, steht die Schweiz mit großem Abstand an der Spitze, gefolgt von Russland, woher 1 % der Schokoladenimporte kommen (1.900 t). Die Exportquote der deutschen Schokoladenindustrie liegt mit über 35 % extrem hoch. Wiederum sind es die Partnerländer der Europäischen Union, die für die hohe Exportquote verantwortlich zeichnen. Insgesamt 85 % der Schokoladenausfuhren haben EU-Partnerländer zum Ziel. Bei den 15 %, die in sog. Drittländer exportiert werden – insgesamt rund 42.500 t – stehen die USA, Schweiz und Russland an der Spitze. Russland dabei mit deutlich steigender Tendenz.
Das Inlandsangebot an Schokoladewaren ist aufgrund der deutlich rückläufigen Importe ebenfalls leicht zurückgegangen. Es erreichte mit 737.652 t einen um 0,5 % unter dem Vorjahreswert liegendes Ergebnis. Der Wert des Inlandsangebotes stieg jedoch leicht um 0,5 % auf 3,885 Mrd. €. Statistisch gesehen hat damit jeder Bundesbürger insgesamt 8,49 kg Schokolade mit einem Wert (zu Herstellerpreisen) von 47,10 € konsumiert.
Große Probleme bereiteten den Schokoladenherstellern im vergangenen Jahr erneut die extrem hohen Preise wichtiger Rohstoffe. So verharrte der Preis für Haselnüsse, der sich in den zurückliegenden zwei Jahren vervierfacht hat, auf einem leider extrem hohen Niveau. Auch die Preise für Mandeln bewegten sich im abgelaufenen Jahr auf hohem Niveau mit Werten, die dem Zwei- bis Dreifachen des langjährigen Durchschnitts entsprachen.
Hohe Wetterabhängigkeit der Schokoladenbranche
2008-06-02 19:49
Für die ca. 90 industriellen Hersteller von Schokoladen und Schokoladenerzeugnissen in Deutschland war das Jahr 2006 schlichtweg zu heiß. Die Inlandsumsätze schmolzen im langen heißen Sommer und dem viel zu warmen Herbst buchstäblich dahin, und allein das zunehmende Exportgeschäft konnte ein mengenmäßiges Produktionsplus im Jahresverlauf sicherstellen. Nach Einschätzung des BDSI dürfte der mengenmäßige Inlandsabsatz von Schokolade leicht ca. 2 bis 3 % unter dem Vorjahresergebnis liegen. Wertmäßig dürfte sich der Inlandsumsatz etwa auf Vorjahresniveau bewegen. Dabei schnitten die Riegel, allen voran die gekühlten Riegel, neben Überraschungsartikeln am besten ab.
Deutlich angestiegen sind die Ausfuhren von Schokoladewaren im abgelaufenen Jahr. Das Exportvolumen dürfte nach Schätzungen des BDSI um 15,4 % auf 372.000 t angestiegen sein. Auch der Exportwert dürfte rund 15,2 % über dem Vorjahreswert liegen und 1,44 Mrd. € erreichen. Trotz des hohen Außenwertes des Euros stiegen auch die Drittlandexporte deutlich um 14 % auf 40.500 t im Wert von 211 Mio. € an. Dieses positive Ergebnis des Außenhandels hat nach Schätzung des BDSI zu einer Zunahme der Gesamtproduktion von Schokoladewaren um ca. 4,7 % auf 900.000 t geführt. Der Produktionswert dürfte mit 4,375 Mrd. € knapp unter dem Vorjahreswert von 4,4 Mrd. € liegen (- 1 %).
Deutlich zugenommen hat auch die Produktion von Kakao- und Schokoladenhalberzeugnissen. Die Produktion stieg hier um 19 % auf 430.000 t und der Wert um 9,0 % auf 760 Mio. €. In diesem Sektor war die positive Entwicklung ebenfalls geprägt von deutlich zweistelligen Exportzuwächsen in Menge und Wert. Sie ließen das Exportvolumen auf 240.000 t im Gesamtwert von 390 Mio. t steigen. Dies entspricht einer Exportquote dieses Segments von über 50 %.
Erhebliche Sorge bereitet den Herstellern von Schokolade und Schokoladenerzeugnissen die Entwicklung der Rohstoff- sowie der Energiepreise. Nicht nur Glukose ist um gut 30 % im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden, sondern auch die Zuckerlieferanten sind bemüht, mit dem Hinweis auf höhere Energiekosten und die Verwendung des Zuckers für die Ethanolherstellung die Preise anzuheben. Schließlich ist die Branche geprägt von der volatilen Situation an den Rohkakaomärkten, die mit der anhaltend spannungsgeladenen Situation in der Elfenbeinküste - dem Hauptkakaoanbauland - äußerst labil ist.
Mit der gestiegenen positiven konjunkturellen Grundstimmung in unserem Land hofft auch die Schokoladenbranche an dem Aufschwung in diesem Jahr teilhaben zu können.
Inlandskonsum nur leicht über Vorjahresniveau, Schokoladenexporte wachsen zweistellig
2008-06-02 19:47
Impulse erhielten die rund 90 industriellen Hersteller von Schokolade und Schokoladewaren aus dem Export. Die Ausfuhren von Schokoladefertigerzeugnissen stiegen um ca. 15 % - rund 55.000 t – auf 420.000 t an. Der Exportwert erhöhte sich um gut 18 % auf 1,72 Mrd. €. Dabei konnten die Ausfuhren in die Länder außerhalb der Europäischen Union besonders hohe Zuwachsraten erzielen. Zu den Hauptabnehmerländern bei den 'Drittländern' zählen die USA, Russland und die Schweiz.
Größte Sorgen bereitet den Herstellern die Entwicklung der Rohstoff- und sonstigen Produktionskosten. Neben den stark schwankenden Preisen bei Kakaoerzeugnissen sind es vor allem drastische Preiserhöhungen bei Milchpulver, pflanzlichen Fetten und Mandeln, die den Unternehmen zu schaffen machen. Hohe Energie- und Logistikkosten kommen ebenso hinzu wie Verteuerungen bei Verpackungsmaterialien und gestiegene Personalkosten.
Leicht zugenommen um 2 bis 3 % hat die Produktion von Kakao- und Schokoladehalberzeugnissen. Auch die Exporte in diesem Segment konnten deutliche Zuwächse erzielen. Insgesamt führte die deutsche Industrie Kakao- und Schokoladenhalberzeugnisse von 250.000 t im Wert von 470 Mio. € aus. Dies entspricht einer Exportquote von über 50 % in diesem Produktsegment. Die deutsche Kakao- und Schokoladenindustrie hat im Jahr 2007 insgesamt gut 378.000 t Rohkakao verarbeitet, dies sind 17,4 % mehr als im Vorjahr.
Mit der sich wieder eintrübenden konjunkturellen Stimmung und dem hohen Wert des Euro gegenüber dem Dollar sehen die Schokoladenhersteller die Entwicklung des gerade begonnenen Jahres recht verhalten.
Der Schokoladen-Osterhase in Zahlen
2008-06-02 19:39
Rund. 36.000 Tonnen. Schokolade werden für das Osterfest in Form gegossen. Daraus entstehen u.a. mehr als 100 Mio. Schoko-Osterhasen. Etwa zu 90 % bestehen sie aus Vollmilchschokolade und etwa 10 % aus Bitterschokolade.
Die "bittere" Variante ist, dem Trend bei Tafelschokolade folgend, weiter auf dem Vormarsch. Bezogen auf die Verkaufspreise im Handel liegt der Wert der Schokoladen-Osterartikel bei rund 370 Mio. €.
In der Menge haben die Schoko-Hasen gegenüber dem Weihnachtsmann mit 57 % die Nase vorn. 43 % der zu Saisonartikeln verarbeiteten Schokolade versüßen die Weihnachtszeit.
(Quelle: BDSI / Sweet Global Network)
Osterbrauchtum - gestern und heute
2008-06-02 19:35
Unser Osterfest, wie wir es heute feiern, hat seinen eigentlichen Ursprung in vorchristlichem Brauchtum. Die Herkunft des Begriffs 'Ostern' ist geschichtlich nicht gesichert, wahrscheinlich wurde er vom Namen der germanischen Frühlingsgöttin 'Eostrae' abgeleitet. Es ist kein Zufall, dass Ostern im europäischen Frühling gefeiert wird - mit ihm kommen Wärme, Licht und Fruchtbarkeit. Das bekannteste Symbol des Osterfestes ist sicherlich das Ei. Schon im Altertum war es Inbegriff für Leben. Für die Germanen war das Ei Abbild der Welt, für die Christen wurde es zum Symbol für die Auferstehung.
Das Schenken von Eiern hat wahrscheinlich seinen Ursprung im frühen Mittelalter. Es begann mit den 'Zinseiern'. Bauern zahlten ihre Abgaben für Ihren Grundherrn stets mit dem, was sie gerade hatten - und das waren im Frühling eben Hühner- und Gänseeier. Die Zeiten änderten sich - aus Zwangsabgabe wurde das freiwillige Geschenk für Verwandte und Freunde. Und weil mit einfachen Hühnereiern auch damals nicht viel 'Staat' zu machen war, wurden die Eier-Geschenke mit Farben und Bändern geschmückt. Als im 17. Jahrhundert das Osterei in ganz Mitteleuropa verbreitet war, überließ man es der Phantasie der Eltern, ihren Kindern zu erzählen, wer nun der 'Eierbringer' ist. Da mußten zunächst der Fuchs, der Storch, der Kuckuck und auch der Palmesel herhalten. Im Jahre 1682 wurde dann der Hase erstmals dokumentarisch erwähnt. Und er setzte sich durch - galt er doch gerade im Frühjahr als besonders fruchtbar. Was lag also näher, als die Ostereier dem 'fleißigen Hasen' unterzuschieben. Längst ist der Gedanke an die Vermehrung der Hasen in Vergessenheit geraten, als Glanzstück österlichen Brauchtums konnte er seine Stellung zumindest in Schokolade ausgeformt bis heute behaupten.
Ostern - Schokolade hat wieder Saison!
2008-06-02 19:32
Jetzt hüpfen und rollen sie wieder von den Produktionsbändern der Schokoladenhersteller: die bunt verpackten Osterhasen, Eier in allen Variationen, z.T. randvoll gefüllt mit köstlichen Pralinen. Saisonartikel aus Schokolade sind beliebte Geschenke für Jung und Alt zum Osterfest. Aber haben Sie sich nicht auch schon einmal gefragt, wo unsere Osterbräuche ihren Ursprung haben, oder wie "die Luft“ in den Osterhasen kommt?
Zu Besuch auf der ISM
2008-01-28 19:44
Der Exekutivdirektor der Internationalen Kakao-Organisation (ICCO), Dr. Jan Vingerhoets, hat zusammen mit dem Sprecher der Verbraucherländer, dem deutschen Regierungsdirektor Hagen Streichert, BMELV Berlin, und weiteren Kakaoexperten die ISM Köln besucht. Dr. Vingerhoets, dessen Amtszeit gerade jüngst von der ICCO um weitere zwei Jahre bis Oktober 2010 verlängert worden ist, wurde vom Vorsitzenden des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI), Dr. Dietmar Kendziur und dem Geschäftsführer der Fachsparte Schokolade, Schokoladeerzeugnisse und Kakao, Dr. Karsten Keunecke, auf der ISM begrüßt und beglückwünscht. Die Expertenrunde besuchte namhafte Schokoladenhersteller aus Deutschland und Europa und konnte dabei berichten, dass das derzeitige 6. Internationale Kakaoübereinkommen, das die Handelsbeziehungen zwischen den Erzeuger- und Verbraucherländern regelt, ebenfalls um zwei Jahre bis Herbst 2010 verlängert worden ist. Am Sitz der Internationalen Kakao-Organisation in London beginnen derzeit die Gespräche um die Aushandlung eines neuen 7. Internationalen Kakaoübereinkommens. Fragen der Nachhaltigkeit des globalen Kakaoanbaus, der langfristigen Verbesserung der Kakao-Qualität sowie der Besserung der wirtschaftlichen Lage der kakaoanbauenden Farmer stehen im Mittelpunkt der Bemühungen der ICCO. Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr mehr als 378.000 t Kakao vermahlen, was mehr als 10 % der Welternte entspricht.








