Kakaoanbau heute
Der Kakaobaum wächst nur in den wärmsten Zonen der Erde - in den Äquatorial-Ländern rund um den Globus. Gleichmäßige Wärme und hohe Boden- und Luftfeuchtigkeit sind wichtige Voraussetzungen für gutes Gedeihen der Kakaobäume. Besonders reiche Ernten liefern die westafrikanischen Kakaopflanzungen. Hier werden vor allem die ertragreichen Konsumarten angebaut. Die Edelkakaosorten kommen dagegen - neben Konsumsorten - vorwiegend aus dem nördlichen Südamerika, aus der Karibik und aus Indonesien.

Der Kakaobaum

Die Kakaoernte

Öffnen der Kakaofrüchte
Bei der Kakaoernte werden die reifen Früchte - wie schon vor 500 Jahren - von Hand mit scharfen Messern abgeschlagen. An den Sammelplätzen öffnen die Erntearbeiter die Früchte mit einem geschickten Schlag ihrer Buschmesser und lösen die von einer weißlichen Masse - der Pulpa - umgebenen Samen aus der Schale. Um aus den noch unansehnlichen Samenkernen hochwertigen Rohkakao entstehen zu lassen, werden sie einem Gärprozeß unterzogen.

Geöffnete Kakaofrucht

Die Fermentation

Trocknen Der Kakaobohnen
Dazu füllt man die Samen mit dem Fruchtfleisch in Kästen oder häuft sie auf und deckt sie mit Palmblättern ab. Nach kurzer Zeit setzt ein Gärprozeß ein – die Fermentation. Die herben Gerbstoffe oxidieren, das feuchte Fruchtmus löst sich auf und fließt ab, die Kerne färben sich dunkel, das typische Kakaoaroma entsteht. In 5 bis 10 Tagen ist die Fermentation abgeschlossen. Bevor die Kakaobohnen in Jutesäcke verpackt ihre Reise in die Verarbeiterländer antreten, werden sie mehrere Tage in der Tropensonne getrocknet.

Getrocknete Kakaobohnen

Rohkakao geht auf Seereise